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Skype for Business vs. Teams – wie geht’s weiter!

9.Januar 2018
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Im Rahmen der Ignite 2017 erfolgte die offizielle Ankündigung, dass Skype for Business Online durch Microsoft Teams abgelöst wird. Dieser Strategiewechsel wirft Fragen auf. In Gesprächen mit Microsoft Mitarbeitern haben wir nach Antworten und Erklärungen gesucht. Speziell interessierten uns die Auswirkungen auf Kunden, die eine Skype for Business Enterprise Voice Umgebung einsetzen oder eine entsprechende Installation planen.

Beginnen wir mit der Frage: Hat Skype for Business heute noch eine Zukunft? Microsoft hat kommuniziert, die Funktionalität von Skype for Business Online in Microsoft Teams zu übernehmen und so die Arbeit von Arbeitsgruppen, sowie in der Zusammenarbeit mit Kunden und Partner zu vereinfachen. Konkret sollen u.a. AI, Microsoft Graph, LinkedIn mithelfen, die Arbeitsweise der Benutzer in den Bereichen Chat, Meeting und Telefonie zu verbessern. Spannend ist auch folgender Punkt: Warum wird Skype for Business Online und Microsoft Teams zusammengeführt? Der Benutzer soll zukünftig ausschliesslich mit einem Client (Microsoft Teams Client) arbeiten und die Skype for Business Funktionen nutzen können. In Microsoft Teams werden alle relevanten Informationen (Unterhaltungen, Kontakte etc.) in einer Clientapplikation zusammengefasst und die moderne Cloud Infrastruktur garantiert eine hohe Skalierung. Zu den Informationen gehören neben E-Mails, Chats, auch Voice- und Video Calls, Sitzungsunterlagen, Präsentationen usw. Mit anderen Worten, Microsoft Teams fasst die gesamte Kommunikation an einem Ort zusammen, welche durch die Zusammenarbeit in Teams im Unternehmen, aber auch mit Kunden und Partnerfirmen generiert wird.

Kunden, die heute Skype for Business Enterprise Voice bereits einsetzen oder planen, eine herkömmliche Telefonanlage abzulösen, wollen wissen: Wird der Skype for Business Server On Prem weiterentwickelt? Microsoft hat bekanntgegeben, dass eine nächste Version des Skype for Business Servers On Prem in Entwicklung ist. Die Freigabe ist per Ende 2. Quartal 2018 geplant. Somit wird es weiterhin möglich sein, die gesamte Skype for Business Funktionalität zu nutzen und die Server im eigenen Datacenter zu betreiben resp. den Dienst als gemanagter Service einzukaufen. Interessant ist zudem die Tatsache, dass im 2019/2020 noch eine weitere Version des lokalen Servers folgen soll. Diese werden Verbesserungen von Fehler des Skype for Business Produktes enthalten, jedoch nicht Teams-Funktionen nachliefern.

Macht es für einen Kunden heute noch Sinn, eine Skype for Business On Prem Installation aufzubauen oder soll zugewartet werden, bis Microsoft Teams die Funktionen von Skype for Business umfasst? Die Ablösung einer herkömmlichen Telefonanlage wird mittelfristig nur auf Basis einer lokal installierten Server Infrastruktur möglich sein. Um aber erste praktische Erfahrungen mit Microsoft Teams zu sammeln, wird von Microsoft empfohlen, Microsoft Teams parallel oder in Verbindung zu einer lokalen und produktiven Skype for Business Infrastruktur als Pilotbetrieb zu testen.

Wie erfahren Kunden, zu welchem Zeitpunkt Skype for Business Online Funktionen in Microsoft Teams verfügbar sind? Microsoft stellt die Informationen periodisch in Form einer Roadmap zur Verfügung. Eine erste Roadmap wurde an der Ignite im September 2017 publiziert. Eine aktuelle Version, Stand November 2017, findet sich im Web unter https://techcommunity.microsoft.com/t5/Microsoft-Teams-Blog/What-s-new-in-Microsoft-Teams-November-update/ba-p/132962.

Um die Migration auf Microsoft Teams vorzubereiten und zu planen, wollen Kunden wissen, wann können resp. wann müssen Skype for Business Kunden zu Microsoft Teams wechseln? Der Zeitpunkt einer Migration ist direkt abhängig von den Anforderungen des jeweiligen Unternehmens. Die Microsoft Teams Roadmap soll sicherstellen, dass dann die gewünschten Funktionen vorhanden sind und der geeigneten Zeitpunkt einer Migration festgelegt werden kann.

Die Luware Kunden arbeiten heute ausschliesslich mit den Skype for Business Clients. Werden die Skype for Business Clients auch in der Zukunft unterstützt? Die bestehenden Skype for Business Clients werden bis auf weiteres unterstützt, um den Zugriff auf die lokalen Server zu gewährleisten.

Die Migration auf eine Plattform verursacht zusätzliche Kosten. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage: Müssen die Endgeräte beim Wechsel auf Microsoft Teams ausgetauscht werden? Die Investitionen in USB- und IP Endgeräte sind gemäss Microsoft geschützt. Aus heutiger Sicht muss keine neue Hardware beschafft werden.

Etwas weniger brisant, aber dennoch interessant ist die Frage: Verschwindet das Skype for Business Brand? Skype for Business bleibt der Produktname für die lokalen Serverprodukte.

 

Was bedeutet nun dieser Strategiewechsel von Microsoft für die Kunden und Partner von Luware?

Es steht fest, Microsoft arbeitet an der Weiterentwicklung der Skype for Business on Prem Plattform, auf der alle Luware Lösungen (LUCS, TeamManager, usw.) aufbauen. Dies gilt für Client und Server Produkte. Somit ist die Basis der Luware Applikationen weiterhin verfügbar.

Die Microsoft LifeCycle-Richtlinie umfasst konsistente und planbare Vorgaben zur Verfügbarkeit des Supports während der gesamten Lebensdauer der Produkte. Die Daten können jederzeit auf der Microsoft Homepage abgefragt werden. Dies gilt auch für die aktuelle Version des Skype for Business Servers On Prem. Er wurde am 22.9.2015 freigegeben. Gemäss LifeCycle Richtlinie endet der erweiterte Support am 14.10.2025. Wir dürfen annehmen, dass die für 2018 resp. 2019/2020 geplanten Skype for Business Server Releases bis ins 2028 resp. 2029/2030 von Microsoft gewartet werden.

Die Anpassung von Microsoft bietet aber auch nie dagewesene Chancen. Man stelle sich nur vor, was die Integration von LinkedIn mit Microsoft Office 365 im Kundendienst für ein Wissen über den kontaktaufnehmenden Kunden bringt.

Wie beschrieben, werden die Skype for Business Funktionen in Microsoft Teams überführt. Luware wird die Zeit nutzen, um ihre Lösungen für Skype for Business weiterzuentwickeln und in enger Zusammenarbeit mit dem Entwicklungsteam in Redmond das gesamte Luware Portfolio auch in Richtung Microsoft Teams zu portieren.

Luware wird alles daran setzen, dass das Luware Portfolio Microsoft Teams ready ist, wenn die Schnittstellen in Microsoft Teams generell verfügbar sind.

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